Geschichte

Die erste Fete, die noch unter dem Titel ‚Jäger-Mei(st)er-Fete‘ lief, wurde 1992 nach unserem Abi von Michael und mir ins Leben gerufen. Primärer Anlass war die Nachfeier unserer Geburtstage. Zusätzlich wollten wir die Fete auch als eine Art jährlich stattfindendes Klassentreffen etablieren. Im Schrebergarten von Michaels Tante in Nordweil (PondeROSA), der bei schlechtem Wetter keine geeigneten Unterschlupfmöglichkeiten bot, bauten wir eine gewagte Konstruktion aus Latten und Planen, die wider Erwarten die Fete überstand, allerdings für ihren eigentlichen Zweck nicht benötigt wurde, da das Wetter phantastisch war – so wie die Fete.

Im folgenden Jahr, wieder auf der PondeROSA, gesellte sich Manu als stille Teilhaberin, die ihren Geburtstag mit uns feierte, dazu.

Jahr Drei der Fete war ein Jahr der Veränderungen. Aus der ‚Jäger-Mei(st)er-Fete‘ wurde ‚Die einzigartige und ultimative Jäger-Mei(st)er-Fete mit Marc‘. Der Umstand, dass nun Marc Mitveranstalter der Fete war und der grosse Anklang in unserem Freundes- und Bekanntenkreis, bewog uns dazu eine geeignetere Lokalität als den gemütlichen aber mittlerweile zu kleinen Schrebergarten von Michaels Tante zu suchen. Dank Michaels Engagement beim SV-Nordweil konnten wir das Sportheim des Vereins, an dem eine offene, überdachte Anlage angrenzte, mieten. Die Gegebenheit der Lokalität (Sportplatz) ergab, dass wir am Nachmittag, bevor die Fete begann, zum Fussballspielen einluden. Die Ausmaße, die die Fete mittlerweile angemommen hatte, veranlasste uns zudem einen Unkostenbeitrag in Höhe von 5 DM von unseren Gästen zu fordern, der jedoch die uns entstandenen Kosten bei Weitem nicht deckte. Neben der Nachfeier der Geburtstage der Gastgeber und Klassentreffen, stand die Fete fortan unter dem Motto: „Ist eigentlich egal was gefeiert wird, Hauptsache es wird wieder ein bombastisches Erlebnis!“

Die darauffolgenden Jahre konnten wir immer wieder auf die Sportanlage des SV-Nordweil zurückgreifen, wodurch sich auch das nachmittagliche Fussballspiel als fester Bestandteil unserer Fete etablierte. Die Anlage war einfach der geeignete Ort und auch die Tatsache, dass wir nach einiger Zeit das überteuerte Bier vom Verein beziehen mussten, veranlasste uns nicht nach einer neuen Lokalität zu suchen. Zur zelibrierten Tradition wurde auch das deftige Frühstück am Morgen nach der Fete, bei dem u. a. die von Michael so bevorzugte Herzwurst frisch aufgetischt wurde. Legendär wurde die Fete vor allem aber durch die berüchtigte Bowle, die wir in einem 10 l Mülleimer offerierten, sowie durch die jedesmal von Manu massenweise beigesteuerten Woddies. Man muss nur beiläufig erwähnen, dass die Feten natürlich jedesmal, getreu ihrer Devise, einzigartig und ultimativ waren, jedoch verspürte man mit den Jahren eine gewisse Gesetztheit, die die anfänglich zügellose Ausgelassenheit mehr und mehr mäßigte. Man wird halt alt!

1999 war wegen diverser terminlicher Unpässlichkeiten unsererseits eigentlich keine Fete geplant, doch spontan beschlossen wir sie doch auszutragen. Leider war Michael diesmal nicht mit von der Partie und die Sportanlage des SV-Nordweil sowie andere geeignete Lokalitäten waren völlig ausgebucht. Zufällig ergab es sich, dass wir uns bei Freunden, die ein Klassentreffen auf dem idyllisch im hinteren Bleichtal gelegenen, ehemaligen Forsthaus ‚Herbolzheimer Höfle‘ veranstalteten, anschliessen konnten. Das Jahr drauf war dann wieder alles beim Alten – drei Veranstalter und die Fete an gewohnter Austragungsstätte.

Auch 2001 rechneten wir wieder damit, die Fete am gewohnten Ort austragen zu können, doch Probleme des SV-Nordweil mit Anliegern, die sich wegen der Lautstärke bei abendlichen Veranstaltungen des Vereins beschwert hatten, machten uns einen Strich durch die Rechnung. Erst spät erfuren wir, dass die Sportanlage für private Feiern nicht mehr zur Verfügung stand. Zu spät, denn alle geeigneten Alternativen im Umkreis waren natürlich bereits wieder anderweitig vergeben und wir mussten die Fete notgedrungen absagen.

2002! Zehn Jahre seit der ersten Fete waren vergangen und auch weil die Fete im vorigen Jahr nicht stattfinden konnte, nahmen wir uns etwas ganz besonderes vor. Wir mieteten das ‚Herbolzheimer Höfle‘ und bestellten bei der Schlossbrauerei zu Schmieheim das feine Hieronymus, Pils und Lager Bier. Das Tourismusbüro Herbolzheim, welches die Vermietung des Höfles koordiniert, sagte uns den von uns gewünschten Termin Mitte Juni zu, musste aber später feststellen, dass dieser schon vergeben war. Wir sollten auf einen Termin Mitte August ausweichen, bekamen aber als Entschädigung das Höfle für zwei Tage zum Preis von einem. Leider war dieser Termin mitten in der Ferienzeit nicht gerade ideal und viele unserer Freunde und Bekannten blieben der Fete fern. Schade war auch, dass es keinen Bolzplatz gab und da der nahegelegene Sportplatz des SV-Nordweil gerade instand gesetzt wurde, mussten wir auf den mehrere Kilometer entfernten Sportplatz in Hecklingen ausweichen. Egal, trotz der schwülen Hitze war der Andrang gross. Es war ein grandioser Fight, den sich die Mannschaften lieferten und in den Pausen fand das mitgebrachte Bier und Mineralwasser massenweise den Weg in die ausgetrockneten Kehlen der Spieler. Ein weiteres Erschwerniss, welches das Höfle mit sich brachte, war, dass es keinen Strom gab, doch zum Glück hatte wir Salvi, der aus seinem Geschäft ein riesiges Aggregat beschaffte. Dank Salvi, der das Aggregat mit einem Autobus brachte, lösten wir auch gleich das logistische Problem des Bier holens. Danke Salvi! Zu Dank verpflichtet waren wir auch all denjenigen, die uns, wie schon die Jahre zuvor, tatkräftig bei den Vorbereitungen und Aufräumarbeiten unterstützten. Zu erwähnen sind hierbei vor allen Anderen Manu und Yvonne aber auch Patrik, der sein schmückendes Dekorationsmaterial zur Verfügung stellte.

Tja, das war bis dato der Fete letzter Streich, denn wir haben das Jubiläum als Anlass genommen für eine Weile auszusetzen, doch es wird bestimmt wieder eine ‚Jäger-Mei(st)er-Fete mit Marc‘ geben, vielleicht schon bald. Seid gespannt!


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