WG-Kantine oder …

… das große Fressen

Der Höhepunkt einer erfolgreichen und erfüllten Schulwoche ist für uns immer der Mittwoch. Dies ist der einzige Tag, an dem wir unsere gesamte, wertlose Freizeit an unserer geliebten Heimschule mit nützlichen körperlichen Ertüchtigungen und natur- und geisteswissenschaftlichen Glanzlichtern verbringen dürfen. Um auch unsere menschlichen Bedürfnisse zu stillen, haben wir uns überlegt, der freundlichen Einladung der Schulleitung nachzukommen und uns für wenig Geld in der Mensa den Bauch mit köstlicher, vitaminreicher Nahrung richtig vollzuschlagen. Doch die kulinarischen Genüsse dort sind eher für abgehärtete Internatsmägen geeignet, deshalb entschlossen wir uns doch notgedrungen eine heilige Halle (=Klassenzimmer) für unsere „Abfressorgien“ zu mißbrauchen. Am Anfang ließen wir uns immer Schinkenbrote mitgeben, da wir uns gerne überraschen ließen, welchen Brotbelag wir heute genießen. Doch bald einigten wir uns die umliegenden Delikatessläden anzufahren. So hieß es bald fOr sämtliche „Schwarze Perlen“ und „Milchbrötchen“ im Handelshof einmal ums Carree zu joggen, um nach diversen liquiden Mitteln der Firmen Rothaus, Jever, Becks, Tuborg, Ganter u. s. w. und so ziemlich allem Eßbaren zu grabschen. Besonders eine Kreation von Rudi Rustisttoll, nämlich Göfterspeise mit Chips zu kreuzen, fand großen Anklang und steht aut sämtlichen Speiseplänen ganz oben (Rezept: Rudi Rustisttoll GSG alle 9e). Einer der Höhepunkte unserer gemütlichen Beisammenseins war der von Marei Schmerzimmnun mitgebrachte Humpen. So konnten wir uns kurz vor Sport bzw. Musik noch sti(efe)lgerecht besaufen. Doch es gab noch viele weitere Highlights, z. B. drohte uns Lehrer M.-D. mit Schulausschluß kurz vor dem Mündlichen, als er uns beim Löffeln einer Faßbrause erwischte, doch das konnten wir getrost ungeachtet lassen, da wir es schafften Trompete auf dem Klavier zu geigen. Außerdem mußten wir unsere hoch heiligen Halle noch gegen weitere NG-Lehrer-Attacken verteidigen, die diese hoch heilige Halle in der 6. Stunde als Bildungsstätte mißbrauchen wollten. Doch als Schüler vom Schlaule-Gymnasium (WG) wußte man sich schnell zu helten. Man brachte außen an die Tür ein Schild an „Klausur, bitte nicht stören“, welches seine Wirkung nicht verfehlte. Wieder einmal war es gelungen ein Stück Kultur zu erhalten.



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