WG-Parties: Resümee

Wenn man hier auf dieser Schule in die WG 11 eintritt, treffen Schüler verschiedenster Schulzweige aufeinander. Die meisten kommen von der Realschule, andere von Gymnasien und der Berufsschule. Diese Leute, die sich völlig fremd sind, sollten sich besser kenneniernen, da sie die nächsten drei Jahre miteinander in die Schule gehen müssen. Um dieses Näherkommen zu unterstützen, veranstalten die Schulen in der 11. Klasse eine Studienfahrt. Nur, wie kann es anders möglich sein, an der Heimschule St. Landolin nicht – jedenfalls in unserem Jahrgang.

Da nun die Direktion nichts unternahm, um aus uns eine richtige zusammenhaftende Klassengemeinschaft zu schaffen, nahmen wir das selber in die Hand. Daraus entstand „WG-Party Erster Teil“ (es folgten noch viele). Gleich die erste, wider Erwarten, war die Beste. Wir hatten schon etwas Bedenken, daß keine rechte Stimmung aufkommen würde und daß sich kleine Grüppchen bilden würden (eben nur die, die sonst auch zusammen sind und die sich schon länger kennen). Aber es kam alles ganz anders. Diese perfekt organisierte WG-Fete (Essen, Trinken, Musik) wird keiner so schnell vergessen und man wird seinen Kindern noch davon erzählen, wie gelungen sie war und wieviel Spaß wir zusammen hatten.

Hier nun einige Anekdoten zu dieser Party:

  • Rudi Rustisttoll konnte leider nicht an der Party teilnehmen, da er sich nach Ruster Manier mit einem Handball angelegt hatte. Dieser hatte ihn so stark verletzt, daß er gleich im Krankenhaus zu Ettenheim operiert werden mußte;
  • Auch nicht dabei war Antenne Affengeil, die ihre Unsch… ähh Weisheit zu dieser Zeit verloren hatte. Dies war jedoch nur ein Vorwand nicht auf der Party zu erscheinen, denn man hatte sie am Abend ins Ettenheimer Krankenhaus schleichen sehen. (!?) – Was? Das kommt doch erschd später! …
  • Verlauf: Essen, trinken, einflößen, saufen, birnen, weghauen, vernichten, kampftrinken, bölken, Kähner zue schidde, runder bumbe (zwischendurch immer wieder etwas essen, damit noch mehr rein paßt) – Nicht für alle, aber fast alle, traf dieser Verlauf zu;
  • Arschlochspiel: (konstruktives hochwissenschaftliches mathematisch intelligentes Gesellschaftsspiel) Sinn des Spiels:
    • Die Besoffenen noch besoffener zu machen, da diese keine Reaktion mehr zeigten, denn wenn sie verloren hatten, mußten sie ein Bier ex weg trinken.
    • Belustigung der nicht oder nur halbwegs Besoffenen über die ‚Verlierer‘
    • Regeln: Im Kreis, Rechteck oder Elypse sitzen; einer fängt an: „Das Arschloch, das Arschloch geht rechts/links herum, eins …, sein Nebenmann: „Zwei u. s. w. (dabei immer auf die Schenkel klatschen); bei jeder Zahl, in der irgendwie der Fakor sieben enthalten ist statt der Zahl „Arschloch“ sagen.
  1. Knockin‘ on heavens door [Guns n’Roses]
  2. It’s raining men [Weather Girls]
  3. Y.M.C.A. [Village People]
  4. Allways looking… [Monty Python]
  5. Annemarie [Extrabreit]
  6. Unbelieveable [EMF]
  7. No Coke [Dr. Alban]
  8. Epic [Faith No More]
  9. Zillertaler Hochzeitsmarsch [Orginal Zillertaler]
  10. Come on Eileen [Dexy’s Midnight Runners]
  11. You ain’t seen nothing yet [BTO]
  12. Welcome to Heartlight [Kenny Logins]
  13. Einfach gut, bei … [Mac Donalds]
  14. Born to be alive [Patrik Hernandez]
  15. Badener Lied [WG 13]
  16. (Liedtexte – *.pdf)
  • Nachtwanderung: (auch Krötenvernichtungswanderung genannt). Vier ganz harte Typen, taten sich die Schmach an und machten durch. Als der Morgen graute, beschloß man bevor man in die Schule ging einen Verdauungsspaziergang zu machen. Dabei versuchte man gleich sein Pausenvesper zu fangen.
  • Das Schnapszimmer: Die ersten zwei Stunden war Unterricht in einem Zimmer der 5. Klasse. Als man am Ende streßgepeiningt und mit Kopfschnerzen beglückt diese Folterkammer verließ und die jungen, lebenslustigen und heiteren Kinder hineinstürmten, bemerkte man noch wie diese die Nase rümpften und lauthals schrien: „Ihhh … hier stinkts nach Alkohol, wie eklig!“ – wieso denn bloß, was denn?
  • Neumanns lustigste Mathestunde: (es gab nur diese eine) Er fand es voll toll, daß wir eine Party organisiert hatten (und das noch wo am nächsten Tag Schule war). Er kam bei diesem Gedanken gleich ins Schwärmen von alten Zeiten. Er erzählte von den Festen, die sie früher gefeiert hatten und wie sie am nächsten Tag in die Vorlesung gekommen sind. Doch dann wurde Unterricht gemacht – wie immer langweilig. Viele schliefen und einige gaben unflätige Antworten, doch er hatte vollstes Veständins für uns und war deshalb nicht nachtragend.

Dies war der WG-Party Erster Teil, doch der Zweite folgt sogleich …

Für die zweite WG-Party ließen wir uns ein wenig Zeit, da wir zwischenzeitlich noch anderen Aktivitäten entgegensteuerten (Frankfurt, Hamburch, gemeinsamer Hock wo immer ihr seid). Doch dann war der Tag gekommen. Wir waren jetzt inzwischen die ältesten und fühlten uns verpflichtet die jüngen WGler, die nicht so viel Erfahrung hatten, an der Hand zu führen und in die internen Geheimnisse des WG-Clans einzuweihen. Dies sollte dadurch geschehen, daß wir ihnen erst einmal zeigten, wie man eine richtige WG-Fete feiert. Doch der Anklang bei den Jüngeren war nicht so groß, wie wir uns erhofft hatten. Es kamen nicht so viele von den 11ern und 12ern, aber die die kamen waren genauso gut drauf wie wir („Verlauf“, „Arschlochspiel“ – s. WG-Party Erster Teil). Der Vorteil gegenüber der ersten Party war, daß wir am nächsten morgen nicht in die Schule mußten. Auch noch erwähnenswert war das Abschiedslied für Alex Baumann, der uns zu später Stunde verließ. Alle noch anwesenden Leute versammelten sich um sein Auto und sangen: „Nehmt Abschied Brüder …“ (Liedtext: *.pdf) Am nächsten Morgen war dann Großeinsatz der Putzkolonne (Marei Schmerzimmun, Doris Fäger), die Berge von Müll beseitigen mußten. Danach glänzte die Hütte aufgrund von Marei Schrnerzirnmuns Sauberkeitsfanatismus und Doris Fägers Wasswerträgerqualitaten, wie neu.

(Falls Ihr jetzt auf den Geschmack gekommen seid, auch solche Feste zu feiern, beraten wir Euch dabei gerne – für 5 Kästen Bier !)



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